Kärntner Abfallbewirtschaftung GmbH
Die KAB profitiert durch proaktive Zusammenarbeit mit dem BBRZ

Die Kärntner Abfallbewirtschaftung GmbH, kurz KAB, ist ein in Klagenfurt am Wörthersee ansässiges Entsorgungsunternehmen. Durch die Kooperation mit dem BBRZ konnte die KAB bereits fünf vakante Stellen erfolgreich besetzen.
Aufgaben der KAB sind die Sammlung, Sortierung und Aufbereitung von Wertstoffen für eine saubere Umwelt. Mit ihren 35 Angestellten ist die KAB das führende Entsorgungsunternehmen Kärntens und zugleich äußerst innovativ. Ursprünglich gegründet als Unternehmen für die Bauschutt-Aufbereitung, entwickelte sich die KAB zu einem modernen abfallwirtschaftlichen Kompetenzzentrum. Gemäß dem Motto „Der Umwelt zuliebe“ werden durch modernste Technologie die angelieferten Abfälle zu beinahe 100 Prozent einer stofflichen oder thermischen Wiederverwertung zugeführt. Zu den Kunden der KAB zählen umweltorientierte Unternehmen, Kommunen und Privathaushalte.
Von der Frisörin zur Laborleiterin
Die Zusammenarbeit zwischen KAB und BBRZ begann 2010. Sabrina Odrei war damals Kundin des BBRZ und arbeitete an ihrem beruflichen Neustart. Zuvor war sie als gelernte Frisörin und Nageldesignerin gerade dabei gewesen, in die Selbstständigkeit zu wechseln, als gesundheitliche Probleme, genauer gesagt, Verwachsungen an den Handsehnen, dies unmöglich machten. Nach drei Operationen war klar geworden, dass sie ihren bisherigen Beruf nicht mehr würde ausüben können.
Über das AMS war Sabrina Odrei dann zum BBRZ gekommen, wo sie nach der Orientierungsphase einige Berufsbilder in die engere Wahl genommen hatte. Schlussendlich hatte sie sich für eine Lehre als Chemielabor-Technikerin entschieden, obwohl Jobs in diesem Bereich in Kärnten eher rar waren. Über das BBRZ kam Odrei in Kontakt mit der KAB und fand dort einen Praktikumsplatz im Labor. Der absolut richtige Schritt, wie sich rasch herausstellte, denn von Anfang an war sie von der Arbeit und ihrem Praktikum begeistert.
Sie besuchte die Berufsschule und erwarb gleichzeitig zwei Jahre lang Berufspraxis im Labor der KAB. Nach erfolgreich absolvierter Lehrabschlussprüfung wurde sie von der KAB nicht nur übernommen, ihr wurde sogar die Laborleitung angeboten, nachdem ihr Vorgänger die Firma verließ. Sabrina Odrei hatte anfänglich Bedenken angesichts der großen Aufgabe, aber nach Ermutigung durch ihre BBRZ-Reha-Coachin nahm sie die Herausforderung an. Seit nunmehr zwölf Jahren ist Sabrina Odrei Laborleiterin in der KAB, die von dieser ersten Kooperation mit dem BBRZ bis heute profitiert.

Wege der Zusammenarbeit
Seither wurden vier weitere Mitarbeiter:innen mit dem BBRZ gemeinsam qualifiziert und dann in ein Dienstverhältnis übernommen. Zwei Personen wurden im Bereich Chemielabortechnik ausgebildet und zwei im bürokaufmännischen Bereich. Einer der Chemielabortechnik-Absolventen ist heute als stellvertretender Laborleiter tätig. Derzeit sind außerdem noch zwei Praktikant:innen bei der KAB beschäftigt, beide in Ausbildung in der Chemielabortechnik.
Gilt es offene Stellen zu besetzen, kommt die KAB proaktiv auf das BBRZ zu. Sabrina Odrei meldet sich dann bei ihrer ehemaligen Reha-Coachin und gibt ihren Bedarf bekannt. Das BBRZ sucht in seinem Pool nach Kund:innen, die für die vakanten Stellen in Frage kommen und Interesse zeigen. Geht es um Praktikumsplätze, so kommt wiederum das BBRZ aktiv auf die KAB zu. Sabrina Odrei stellt bis heute ein wichtiges Bindeglied zwischen der KAB, dem BBRZ und vor allem auch den neuen Mitarbeiter:innen dar.
Profitabel für Unternehmen
Als Unternehmen bekäme man durch das BBRZ die Möglichkeit, so Sabrina Odrei, künftige Mitarbeiter:innen bereits vor einer Übernahme „zu formen“ und ihnen die Skills mitzugeben, die sie dann für den zukünftigen Job brauchen. Je besser sie vorab ausgebildet seien, desto besser würden sie ins Team passen. Außerdem entstünden für das Unternehmen keine Kosten, was für die KAB ein weiterer großer Vorteil sei. Odrei: „Jedes Unternehmen sollte die Berufliche Reha als Chance sehen. Der soziale Aspekt sollte auch hier eine Rolle spielen – jeder hat eine zweite Chance im Leben verdient. Ich würde jedem Unternehmen raten, offen für Kund:innen vom BBRZ zu sein – davon profitieren alle Beteiligten.“
Hier finden Sie weitere Informationen zur Kärntner Abfallbewirtschaftung GmbH
https://www.kab.co.at/